Kühlschmieremulsionen aus der Metallbearbeitung bestehen aus Wasser, Öl und Additiven, fein verteilt und bewusst stabil gehalten. Genau diese Stabilität macht die Entsorgung anspruchsvoll: Bevor die Bestandteile verwertet werden können, müssen sie getrennt werden. Eines der wichtigsten Verfahren dafür ist die Zentrifugation.
Das Prinzip
Eine Zentrifuge rotiert die Emulsion mit hoher Geschwindigkeit. Weil Öl, Wasser und Feststoffe unterschiedliche Dichten haben, wandern sie in der Fliehkraft auseinander: Feststoffe nach außen, Wasser in die Mitte, Öl nach innen. Was die Schwerkraft in Tagen nicht schafft, erledigt die Zentrifuge in Minuten.
Stärken und Grenzen
Zentrifugen arbeiten kontinuierlich, brauchen wenig Chemie und liefern gut verwertbare Phasen. Ihre Grenze sind chemisch stark stabilisierte Emulsionen: Dort halten Emulgatoren die Tröpfchen so fest zusammen, dass die Dichtetrennung allein nicht reicht. In der Praxis wird die Zentrifugation deshalb oft mit chemischer Spaltung, thermischer Trennung oder Membranfiltration kombiniert.
Was das für Betriebe bedeutet
Welche Verfahrenskette die richtige ist, entscheidet die Zusammensetzung der Emulsion, nicht der Betrieb selbst. Wichtig ist nur die geordnete Abgabe: Die DEG holt Emulsionen bundesweit ab, die Annahmekriterien nennen die Grenzwerte. Preis und Termin kommen aus dem Rechner.
