Emulsionen sind bewusst stabil gebaute Gemische aus Öl und Wasser: In der Metallbearbeitung kühlen und schmieren sie oft monatelang. Am Ende ihres Lebens wird die Stärke zum Problem, denn vor der Verwertung müssen Öl und Wasser wieder auseinander. Die chemische Spaltung ist der Klassiker unter den Trennverfahren.

Wie die Spaltung funktioniert

Emulgatoren halten die Öltröpfchen im Wasser in der Schwebe. Chemische Spaltmittel greifen genau dort an: Säuren, Metallsalze oder organische Polymere neutralisieren die stabilisierenden Kräfte, die Tröpfchen finden zusammen, das Öl schwimmt auf. Danach lassen sich Ölphase und Wasserphase getrennt behandeln.

Wann Chemie die richtige Wahl ist

Die Spaltung ist robust und bewährt, auch bei stark stabilisierten Emulsionen, an denen rein physikalische Verfahren scheitern. Ihr Preis: Es entsteht Spaltschlamm, und die Wasserphase braucht eine Nachbehandlung, bevor sie eingeleitet werden darf. In der Praxis kombinieren Aufbereiter die Verfahren deshalb, etwa mit Zentrifugation, thermischer Trennung oder Membranfiltration.

Für Betriebe zählt nur der Anfang

Welches Verfahren die Emulsion am Ende trennt, entscheidet die Aufbereitungsanlage. Betriebe müssen nur eines richtig machen: die Emulsion sortenrein halten und geordnet abgeben. Die DEG holt Emulsionen bundesweit ab; Preis und Termin stehen nach zwei Minuten im Rechner.