Neben Chemie und Fliehkraft gibt es einen dritten Weg, Emulsionen zu zerlegen: Wärme. Die thermische Trennung, meist als Vakuumverdampfung ausgeführt, gilt als eines der gründlichsten Verfahren der Emulsionsaufbereitung.
Das Prinzip: Wasser geht, Öl bleibt
Die Emulsion wird erhitzt, das Wasser verdampft und wird als Destillat zurückgewonnen, Öl und Feststoffe bleiben als Konzentrat zurück. Im Vakuum sinkt der Siedepunkt, was Energie spart und empfindliche Bestandteile schont. Das Destillat ist so sauber, dass es oft wieder als Prozesswasser taugt; das Ölkonzentrat geht in die Verwertung.
Stärken des Verfahrens
Die Verdampfung arbeitet unabhängig davon, wie stark die Emulsion chemisch stabilisiert ist, und braucht keine Spaltchemikalien. Sie reduziert das Volumen drastisch: Aus einem Kubikmeter Emulsion werden wenige Prozent Konzentrat. Das senkt Transport- und Entsorgungsaufwand.
Grenzen
Wärme kostet Energie, und die Anlagen sind investitionsintensiv. Deshalb rechnet sich die Verdampfung vor allem dort, wo laufend größere Emulsionsmengen anfallen oder besonders saubere Wasserphasen gefordert sind. Für andere Fälle stehen chemische Spaltung, Zentrifugation und Membranfiltration bereit.
Der Weg dorthin
Betriebe müssen sich die Verfahrensfrage nicht stellen: Sie geben die Emulsion geordnet ab, die Aufbereiter wählen die Kette. Die DEG organisiert die Abholung bundesweit, mit Sofortpreis im Rechner und Übernahmenachweis bei der Übergabe.
