Deutschland hat sich mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie ein klares Ziel gesetzt: weniger Primärrohstoffe, mehr geschlossene Kreisläufe. 2026 lässt sich besichtigen, was davon in der Fläche ankommt.

Der Stand: Kreisläufe, die funktionieren

Am weitesten sind die Ströme, bei denen Sammlung und Verwertung eingespielt sind. Das Altöl ist ein Musterfall: 91 % Recyclingquote im Jahr 2024, gut 228.500 Tonnen der Sammelkategorie 1 in der Reraffination (Quelle: Bundesverband Altöl). Der Klimaeffekt ist belegt, rund 60 % weniger CO₂ gegenüber Basisöl aus Rohöl (Quelle: Umweltbundesamt).

Drei Entwicklungen prägen 2026: Digitale Nachweise ersetzen Papier und machen Stoffströme transparent. Die Dokumentationspflichten wachsen, gerade bei gefährlichen Abfällen, mehr dazu im Abfallrecht 2026. Und Sekundärrohstoffe gewinnen strategisch an Wert, weil sie Lieferketten unabhängiger machen.

Was Betriebe konkret tun können

Kreislaufwirtschaft beginnt nicht mit einer Strategie, sondern mit Trennung: Jeder sortenreine Strom ist ein Kreislaufkandidat, jeder vermischte ein Verlust. Der Einstieg ist derselbe wie immer, nur wichtiger geworden: Abfalltrennung organisieren, Abholung im Rhythmus, Nachweise im Ordner. Den Anfang macht ein Rechner-Besuch.