Altöl fällt überall auf der Welt an, der Umgang damit unterscheidet sich aber deutlich. Ein Blick über die Grenzen zeigt, welche Systeme funktionieren.
Drei Grundmodelle
Sammelsysteme mit Aufbereitungsvorrang: Länder wie Deutschland setzen auf getrennte Sammlung und den Vorrang der stofflichen Verwertung. Ergebnis 2024: eine Recyclingquote von 91 % (Quelle: Bundesverband Altöl).
Energetische Verwertung: Andere Staaten verbrennen große Teile des Altöls in Zement- oder Kraftwerken. Der Heizwert wird genutzt, der Stoff ist danach verloren, und die Emissionen sind höher als bei der Aufbereitung.
Unregulierte Entsorgung: Wo Sammelinfrastruktur fehlt, versickert Altöl buchstäblich, mit den bekannten Folgen: Ein Liter kann bis zu 1.000.000 Liter Trinkwasser unbrauchbar machen (Quelle: Bundesumweltministerium).
Was die erfolgreichen Systeme eint
Drei Zutaten tauchen überall auf, wo die Quoten stimmen: flächendeckende Abholung statt Bringpflicht, klare Nachweispflichten und ein wirtschaftlicher Anreiz, sortenrein zu sammeln. Auf EU-Ebene wird zudem an einheitlicheren Regeln gearbeitet.
Was Betriebe hierzulande davon haben
In Deutschland ist die Infrastruktur da, sie muss nur genutzt werden: Abholung bundesweit, Sofortpreis im Rechner, Übernahmenachweis bei der Übergabe. Der Ländervergleich zeigt vor allem eines: Ein gutes System nützt genau so viel, wie es genutzt wird.
