Kreislaufwirtschaft heißt: Stoffe so lange wie möglich nutzen, statt sie nach einmaligem Gebrauch zu beseitigen. Kaum ein Stoff zeigt das Prinzip so deutlich wie Altöl.

Vom Problemstoff zum Kreislaufgut

Früher wurde Altöl vielerorts verbrannt oder schlicht verkippt, mit gravierenden Folgen für Boden und Gewässer. Heute gilt: Aufbereiten geht vor Verbrennen. Aus gebrauchtem Öl der Sammelkategorie 1 entsteht durch Reraffination neues Basisöl, das wieder in Motoren und Maschinen arbeitet.

Die deutsche Bilanz kann sich sehen lassen: 2024 lag die Recyclingquote bei 91 %, nach rund 71 % im Jahr davor (Quelle: Bundesverband Altöl, Bilanz 2024). Das zeigt, wie leistungsfähig der Kreislauf geworden ist, wenn die Sammlung funktioniert.

Was der Kreislauf konkret spart

Jede Tonne reraffiniertes Basisöl ersetzt Rohöl, das nicht gefördert, transportiert und verarbeitet werden muss. Der Effekt ist messbar: rund 60 % weniger CO₂ gegenüber der Herstellung aus Rohöl (Quelle: Umweltbundesamt). Und der Kreislauf schützt vor dem größten Risiko des Stoffes: Ein Liter Altöl kann bis zu 1.000.000 Liter Trinkwasser unbrauchbar machen (Quelle: Bundesumweltministerium).

Die Rolle der Betriebe

Der Kreislauf beginnt nicht in der Raffinerie, sondern an der Werkbank: getrennt sammeln, sicher lagern, geordnet abgeben. Die DEG organisiert die Abholung bundesweit, mit Übernahmenachweis bei der Übergabe. Mehr zum Weg des Öls zeigt die Seite Nachhaltigkeit.