Die Europäische Union investiert in die Zukunft des Altöl-Recyclings: Mit rund 1,67 Millionen Euro wurde der Bau einer Pilotanlage im spanischen Tudela gefördert. Bemerkenswert aus deutscher Sicht: Die eingesetzte Technologie stammt aus Schweinfurt.

Worum es in dem Projekt geht

Die Anlage soll zeigen, dass gebrauchte Schmierstoffe in industriellem Maßstab so aufbereitet werden können, dass sie erneut als hochwertige Öle eingesetzt werden. Das Ziel dahinter: den Verbrauch frischer Schmierstoffe senken und Altöl als Ressource im Kreislauf halten, ganz im Sinne des europäischen Green Deals.

Warum die EU hier fördert

Altöl fällt in jedem Mitgliedsstaat an, die Verwertungswege unterscheiden sich aber stark; einheitlichere Standards sind seit Jahren Thema (mehr dazu im Beitrag zu EU-Regelungen). Pilotprojekte wie Tudela sollen belegen, dass hochwertiges Recycling überall funktioniert, nicht nur in Ländern mit gewachsener Infrastruktur.

Was Deutschland dazu beiträgt

Deutschland bringt neben der Technologie auch den Beleg mit, dass der Kreislauf trägt: 2024 lag die hiesige Recyclingquote bei 91 % (Quelle: Bundesverband Altöl). Und der Nutzen ist messbar, denn Basisöl aus Altöl verursacht rund 60 % weniger CO₂ als aus Rohöl (Quelle: Umweltbundesamt).

Die Rolle der Betriebe

Jede Innovation braucht Nachschub in verwertbarer Qualität. Der Beitrag der Betriebe bleibt derselbe: sortenrein sammeln und geordnet abholen lassen. Hightech im Werk nützt nur, wenn das Öl sauber ankommt.