Altöl entsteht überall, wo Maschinen laufen: in Werkstätten, in der Produktion, im Fuhrpark. Dieser Leitfaden führt durch die Entsorgung, vom ersten Tropfen bis zum Nachweis.
Schritt 1: Getrennt sammeln
Altöl der Sammelkategorie 1 (Motoröl, Getriebeöl, Hydrauliköl) bleibt unter sich. Bremsflüssigkeit, Frostschutz, Lösemittel und Kraftstoffe haben eigene Wege; wer mischt, verliert die Verwertbarkeit. Für die Nebenströme gibt es eigene Seiten: Bremsflüssigkeit, Frostschutz, Ölfilter, ölhaltige Betriebsmittel.
Schritt 2: Sicher lagern
Dichte Behälter, befestigter Untergrund, Auffangwanne, Beschriftung. Bewährt haben sich IBC-Container und Spundfässer; beides gibt es bei der DEG.
Schritt 3: Abholung beauftragen
Menge in den Preisrechner eingeben, Sofortpreis sehen, Wunschtermin wählen. Je nach Menge steht am Ende eine Rechnung, eine kostenfreie Abholung oder eine Gutschrift. Abgeholt wird bundesweit mit Spezialfahrzeug und Saugschlauch, in der Regel innerhalb von sieben bis zehn Werktagen.
Schritt 4: Nachweis ablegen
Bei der Übergabe gibt es den Übernahmenachweis. Er gehört in die Ablage: Er belegt die ordnungsgemäße Entsorgung bei Kontrollen und Audits.
Was danach passiert
Das gesammelte Öl geht in die Reraffination und wird zu neuem Basisöl, mit rund 60 % weniger CO₂ als aus Rohöl (Quelle: Umweltbundesamt). Entsorgung ist damit kein Endpunkt, sondern der Anfang des nächsten Kreislaufs.
