Baustellen sind der Härtetest der Abfallorganisation: wechselnde Standorte, dichte Taktung, Maschinen im Dauereinsatz, und mittendrin fällt Altöl an, aus Baggern, Radladern, Kompressoren und Stromerzeugern.
Die besonderen Risiken der Baustelle
Was in der Werkstatt eine Auffangwanne löst, ist im Gelände schwieriger: unbefestigter Boden, Witterung, viele Gewerke auf engem Raum. Genau deshalb wiegen Fehler hier schwerer, denn Öl, das auf offener Fläche versickert, ist nicht rückholbar; ein Liter kann bis zu 1.000.000 Liter Trinkwasser unbrauchbar machen (Quelle: Bundesumweltministerium).
Die Organisation, die funktioniert
- Ein fester Sammelpunkt je Baustelle: überdacht, mit dichter Wanne, abseits von Verkehrswegen und Gewässern.
- Geeignete Gebinde statt Improvisation: Spundfass oder IBC, beschriftet, verschlossen. Behälter liefert die DEG.
- Getrennte Ströme: Hydrauliköl und Motoröl der Kategorie 1 zusammen, aber ohne Kraftstoffe, Bremsflüssigkeit oder Lösemittel. Ölige Tücher und Bindemittel gehen als ölhaltige Betriebsmittel in eigene Gebinde.
- Abholung im Projektplan: Bei Baustellenende oder vollen Gebinden wird abgeholt, nicht umgelagert. Die bundesweite Abholung kommt mit Spezialfahrzeug und Saugschlauch auch dorthin, wo kein Hallentor ist.
Der Nachweis gehört zur Bauakte
Jede Übergabe endet mit dem Übernahmenachweis, und der gehört zur Dokumentation des Projekts. So bleibt die Baustelle auch abfallrechtlich sauber abgeschlossen.
