Boden verzeiht wenig. Was an Altöl hineingelangt, bleibt dort, wandert langsam in die Tiefe und wirkt über Jahrzehnte. Deshalb gehört die Bodenfrage ins Zentrum jeder Altöl-Diskussion.
Wie Altöl im Boden wirkt
Altöl trägt Schwermetalle und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Im Boden verklebt der Ölfilm die Poren, unterbindet den Luft- und Wasseraustausch und schädigt das Bodenleben, von Mikroorganismen bis zu Regenwürmern. Die Fruchtbarkeit sinkt, und mit dem Sickerwasser wandern Schadstoffe Richtung Grundwasser: Ein Liter Altöl kann bis zu 1.000.000 Liter Trinkwasser unbrauchbar machen (Quelle: Bundesumweltministerium).
Warum die Folgen so teuer sind
Einmal eingedrungenes Öl ist nicht wieder einzusammeln. Sanierung heißt in der Regel: Boden ausheben, als gefährlichen Abfall behandeln, Fläche wiederherstellen. Die Kosten übersteigen jede geordnete Entsorgung um Größenordnungen, und die Haftung liegt beim Verursacher.
Prävention ist einfach
Die Schutzmaßnahmen sind unspektakulär und wirksam: Altöl in dichten Behältern auf befestigtem Grund lagern, Auffangwannen nutzen, Abfüllvorgänge beaufsichtigen, Leckagen sofort mit Bindemittel aufnehmen. Gebrauchte Bindemittel und Tücher gehören danach zu den ölhaltigen Betriebsmitteln.
Und dann: geordnet abgeben
Der letzte Baustein ist die regelmäßige Abholung, bevor Bestände wachsen. Die DEG organisiert sie bundesweit, mit Sofortpreis im Rechner und Übernahmenachweis. Was gut gelagert und pünktlich abgeholt wird, erreicht den Boden nie.
