Mikroplastik ist in Böden, Flüssen und Meeren angekommen, und die Forschung sortiert die Quellen. Dabei rückt auch das Altöl ins Blickfeld: nicht als Hauptquelle, aber als Transportmittel und Verstärker.

Was untersucht wird

Drei Zusammenhänge beschäftigen die Wissenschaft. Erstens: Ölfilme binden Partikel. Gelangt Altöl in Gewässer, lagern sich Kunststoffpartikel an und wandern mit. Zweitens: Additive und Weichmacher aus Schmierstoffen können den Zerfall von Kunststoffen beschleunigen. Drittens: Im Verkehrssektor treffen sich beide Ströme ohnehin, denn Reifenabrieb gehört zu den größten Mikroplastikquellen überhaupt, ein Grund mehr, Altreifen geordnet zu verwerten.

Warum das die Entsorgung betrifft

Die Studienlage wächst noch, die praktische Konsequenz steht aber schon fest: Jeder Liter Öl, der nicht in die Umwelt gelangt, kann dort weder Schadstoffe noch Partikel verteilen. Die Größenordnung des Risikos ist bekannt: Ein Liter Altöl kann bis zu 1.000.000 Liter Trinkwasser unbrauchbar machen (Quelle: Bundesumweltministerium).

Der doppelte Schutz

Geordnete Entsorgung wirkt zweifach: Sie hält Öl aus Böden und Gewässern heraus, und sie führt es der Aufbereitung zu, wo es zu neuem Basisöl wird, mit rund 60 % weniger CO₂ als aus Rohöl (Quelle: Umweltbundesamt). Für Betriebe bleibt der Weg unverändert kurz: Abholung bundesweit, dokumentiert per Übernahmenachweis.